Viele Online-Shops verschweigen teure Gebühren für Nachnahme
Viele Shops verschweigen hohe Gebühren für Nachnahmepakete oder verweisen auf das teure Inkasso der Paketzusteller. Dabei verlangen einige Zusteller gar keine Nachnahmegebühren.
Die Verbraucherzentrale NRW kritisiert Online-Shops wegen nicht korrekter Darstellung von Preisen für Nachnahmesendungen. Mehr als die Hälfte der untersuchten Online-Händler bietet diese Bezahlmöglichkeit an. Kunden müssen sich auf Zusatzgebühren von zwei bis zwölf Euro einstellen, die nicht immer klar ausgewiesen sind. Mal verstecken Händler sie in den AGB, mal tauchen unvollständige Zusatzkosten erst beim Abschluss einer Online-Zahlung auf, einige Shops verwechseln Nachnahmegebühr mit Zustellkosten, und manche behaupten, sie würden die Gebühren der Paketzusteller lediglich weiterberechnen, obwohl UPS, Hermes und GLS kein Übermittlungsentgelt verlangen, wie die Verbraucherzentrale NRW berichtet.
Neben den hohen Kosten für Nachnahme müssen Kunden auch andere Nachteile in Kauf nehmen. So können Paketzusteller Inkassosendungen nicht einfach beim Nachbarn abgeben, wenn der Empfänger nicht zuhause ist. Anders als bei einem Kauf auf Rechnung lassen sich außerdem Lieferungen vor dem Bezahlen kaum auf Vollständigkeit, Qualität und einwandfreie Funktionsweise überprüfen.


