Kein Passwort ohne Eselsbrücke

Nutzer von Online-Diensten vergessen häufig ihre Passwörter. Doch es gibt einfache Methoden, um sich Codes besser zu merken.


Laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom mussten 38 Prozent der deutschen Internetnutzer in den vergangenen zwölf Monaten die Funktion "Passwort vergessen" nutzen. Dabei müssen die Nutzer ihre E-Mail-Adresse angeben und bekommen dann einen Link zugeschickt, über den sie ein neues Kennwort vergeben können.

Für verbesserte Sicherheit sollten Nutzer für jeden Dienst ein eigenes, sicheres Passwort wählen. Um sich die Codes leichter zu merken, kann ein "Grundpasswort" hilfreich sein, das für jeden Dienst um Ziffern oder Sonderzeichen ergänzt wird. Am sichersten sind Passwörter, die aus einer zufällig zusammengewürfelten Reihenfolge von Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen bestehen. Es sollten mindestens 8 Zeichen sein.

Die Eselsbrücke hilft beim Merken: Um sichere Passwörter zu erstellen, die aus einer unzusammenhängenden Anzahl von Buchstaben und Zahlen bestehen, können beispielsweise jeweils die Anfangsbuchstaben aus ausgedachten Sätzen genommen werden. Eine professionellere Alternative sind Passwort-Manager, die zufallsgenerierte Kennwörter erstellen und diese in einer verschlüsselten Datenbank abspeichern. Diese ist mit einem Master-Passwort gesichert. Gelernt wird als Zugang zum System dann nur noch dieses Master-Passwort. Für Smartphones und Tablets werden passende Apps angeboten, um sichere Passwörter auch mobil zu nutzen. In beiden Fällen ist es aber umso wichtiger, dass das Master-Passwort sicher ist. Eine technische Lösung für das Management der Kennwörter ist sinnvoll. Auf keinen Fall sollten Passwörter aus dem Wörterbuch stammen oder das gleiche Passwort für verschiedene Dienste genutzt werden.

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