Roboter machen viele Berufe überflüssig
Der zunehmende Einsatz von Robotern könnte zum Aussterben klassischer Berufe führen. Experten zufolge lässt sich fast die Hälfte aller heutigen Tätigkeiten durch entsprechende Automation ersetzen.
Werden Verkäufer, Sekretärinnen oder Kellner zukünftig arbeitslos? Sie stehen auf der Liste der am meist gefährdeten Berufe ganz oben. Die Unternehmensberatung A.T. Kearney hat 1.300 Berufe nach ihrem Automatisierungsgrad untersucht und sie in zwei Klassen eingeteilt: Tätigkeiten, die in Zukunft wahrscheinlich von Robotern ausgeführt werden und auf der anderen Seite Berufe wie Kindergärtnerin oder Manager, die nicht so leicht durch Maschinen ersetzt werden können. Die fortschreitende Digitalisierung wird jedenfalls das Berufsleben gründlich verändern. "Der Einzug von Robotern wird große Teile unserer Arbeitswelt auf den Kopf stellen", sagt Martin Sonnenschein, Europachef von A.T. Kearney.
Dem Manager zufolge weisen in der Bundesrepublik über 300 und damit ein Viertel aller Jobprofile ein hohes Automatisierungsrisiko in den nächsten beiden Jahrzehnten auf. Der mögliche Effekt für den Arbeitsmarkt ist drastisch: 17,2 Millionen Männer und Frauen sind in solchen gefährdeten Jobs beschäftigt - das sind 45 Prozent aller Beschäftigten.
Allerdings entfällt auch eine Berufssparte mit hoher Automatisierungswahrscheinlichkeit nicht zwangsläufig vollständig. Zudem eröffnet die Robotik wiederum Chancen für neue Jobs. "Bei der Einführung der Eisenbahn hieß es, jetzt seien Kutscher und Droschkenfahrer bedroht. Doch tatsächlich haben technologische Innovationen und Strukturwandel bisher auch neue Jobs und Wohlstand mit sich gebracht", erinnert Sonnenschein an Umbrüche in früheren Perioden der Wirtschaft.


