Autofahren mit Netz

Vernetztes Fahren bedeutet für Hersteller und Fahrer Vorteile, macht sie aber gleichzeitig angreifbar.


Die Automobil-Branche ist ständig in Bewegung. Zu den aktuellsten Trends gehören autonome Fahrzeuge und vernetztes Fahren. Während autonom fahrende Autos noch einige Jahre auf sich warten lassen dürften, erhält Konnektivität bereits jetzt verstärkt Einzug in moderne Fahrzeuge. So die Einschätzung des Automobilclubs Kraftfahrer-Schutz (KS). Assistenz-Systeme, die mit dem Internet verbunden sind, ermöglichen verbesserte Navigation und synchronisieren sich mit aktuellsten Verkehrsinformationen. Somit lassen sich beispielsweise Staus umgehen oder gar verhindern. Sollte es trotzdem zum Unfall kommen, meldet das vernetzte Auto per E-Call und mittels präziser GPS-Ortung der nächsten Rettungsleitstelle die Unfalldaten. Und das innerhalb kürzester Zeit und ohne Einwirkung des womöglich verletzten Fahrers.

Fahrzeugdaten, die an den Hersteller oder an die Werkstatt übermittelt werden, helfen bei einer schnellen und präventiven Fahrzeugwartung und warnen gegebenenfalls vor einer drohenden Panne. Natürlich besteht bei derartigen Verbindungen ins Internet auch die Gefahr, Opfer von Hackerangriffen zu werden. Cyberkriminelle lesen bei erfolgreichem Zugriff nicht nur Fahrzeugdaten aus, sie können auch Schlösser öffnen, das Fahrzeug starten und unter Umständen sogar fernsteuern. Hier müssen also entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, warnt der Automobilclub KS.

Hersteller haben die Möglichkeit, ihre Assistenzsystem online auf den neuesten Stand zu bringen, sollte es zu Sicherheitslücken kommen. E-Autobauer Tesla geht einen Schritt weiter und liefert mit seinem aktuellsten Update nicht nur Verbesserungen für bisherige Funktionen, sondern integriert gänzlich neue Features in sein Modell Tesla S. So steuert das vernetzte Auto neuerdings das Garagentor, parkt selbstständig quer zur Fahrbahn ein und verbindet sich auf Wunsch mit dem Musik-Streaming-Dienst Spotify.

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