Angriffs-Szenarien auf Smart-TVs

Mit dem Internet verbundene Geräte bieten prinzipiell immer Angriffsfläche für Cyberangriffe. Das gilt nicht nur für den PC, sondern zum Beispiel auch für das Fernsehgerät.


Im modernen Haushalt sind alle denkbaren Geräte mit dem Internet verbunden. Smart-TV-Geräte haben in den vergangenen Jahren durch sinkende Preise verstärkt Einzug in die deutschen Wohnzimmer erhalten. Durch ihre Verbindung mit dem Internet können die Zuschauer bequem Informationen abrufen oder auf Streaming-Dienste zugreifen, von Amazon Prime bis Youtube. Die zusätzlichen Funktionen bieten aber auch Raum für Angriffe von Cyber-Kriminellen. Mögliche Ziele sind die persönlichen Daten, die auf den Geräten gespeichert werden. Dies umfasst Daten wie den Account mit Passwörtern, Geburtstage oder Heimadressen. Hacker können bei erfolgreichen "Einbrüchen" weiterhin auf die Root-Ebene des Geräts zugreifen und grundlegende Funktionen manipulieren. Wenn das Smart-TV über eine Kamera für Videotelefonie verfügt, ist auch diese prinzipiell angreifbar.

"Wo sensible Daten wie Kreditkarten-Details (beispielsweise für den digitalen Filmverleih) oder persönliche Daten gespeichert oder verarbeitet werden, wird ein Cyber-kriminelles Geschäft gewittert", so Christian Funk, von Kaspersky Lab. "Neben Datenspionage sehe ich Erpressung als mögliches Angriffsmuster auf Smart-TV-Geräten, ähnlich der bekannten Ransomware am PC oder bei Smartphones." Dabei könnte der mit dem Internet verbundene Fernseher den Dienst quittieren und nur noch die Erpresser-Nachricht inklusive Bitcoin-Adresse zur Freischaltung einblenden.

STARTSEITE