Digitales Gold: Videospiele generieren Milliarden
Beim Thema Videospiele denken viele noch immer an daddelnde Kinder vor bunten Bildschirmen. Dabei ist die Videospiel-Industrie längst erwachsen geworden und generiert Umsätze in Milliarden-Höhe.
Beim Thema Videospiele denken viele noch immer an daddelnde Kinder vor bunten Bildschirmen. Dabei ist die Videospiel-Industrie längst erwachsen geworden und generiert Umsätze in Milliarden-Höhe. Der Großteil des Geldes wandert allerdings nicht mehr über die Ladentheke; heute werden Spiele überwiegend online gekauft. 2015 registrierte die Branche Rekord-Einnahmen in Höhe von 56 Milliarden Euro.
Dabei wird zwischen verschiedenen Vertriebswegen unterschieden. Es gibt nach wie vor den herkömmlichen Spiele-Kauf: ein Spiel, ein Preis. Dann gibt es sogenannte "free-to-play"-Titel, die kostenlos spielbar sind. Sie generieren Einnahmen durch den Verkauf digitaler Inhalte, die das Spielerlebnis erweitern. Viele Smartphone-Spiele setzen auf dieses Modell. Und es gibt noch das Abo-Modell. Hier wird eine monatlich fixe Summe bezahlt, im Gegenzug erhalten die Abonnenten vollen Zugang zum Spiel und im Idealfall regelmäßige Updates.
Den größten Umsatz im Bereich Spielekonsolen macht Activisions "Call of Duty: Advanced Warfare" mit umgerechnet 326 Millionen Euro. Unter den Mobile Games hat der Supercell-Titel "Clash of Clans" mit 1,2 Milliarden Euro die Nase vorn. Und bei den PC-Spielen belegt "League of Legends" von Riot Games mit 1,4 Milliarden Euro nach Berechnungen des Forschungsinstituts SuperData die Spitzenposition. Die Sparte des mobilen Gamings ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen, das meiste Geld wird aber weiterhin durch PC-Spiele verdient.


