Google, wer bin ich?

Sich selbst googeln. Klingt merkwürdig, aber die Mehrheit der Internutzer tut es.


Das World Wide Web hat sich inzwischen zum digitalen Zuhause vieler Internet-Nutzer entwickelt. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass Menschen ihre eigenen Fußstapfen im Netz nachverfolgen wollen. Eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom ergab, dass 74 Prozent aller deutschen Internet-Nutzer ab 14 Jahre sich bereits mit einer Online-Suchmaschine recherchiert haben. 20 Prozent tun dies einmal im Monat oder auch häufiger. Überall im Netz erstellen Nutzer Profile: soziale Netzwerke, Bildergalerien, Online-Spiele. Da fragt man sich natürlich, wie leicht man dadurch auffindbar ist. "Der Trend zum Ego-Googeln zeigt, welche große Bedeutung das digitale Ich inzwischen hat", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Am neugierigsten ist die Gruppe der 30- bis 49-Jährigen. 85 Prozent der Altersgruppe gibt an, schon nach dem eigenen Namen gesucht zu haben. Dicht gefolgt von der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen. Unter ihnen sind es 82 Prozent, die Suchmaschinen benutzen, um sich selbst im Netz zu finden. Das "Ego-Googeln" ist laut Umfrage übrigens bei Frauen mit 77 Prozent etwas beliebter als bei Männern mit 71 Prozent. Das "Ego-Googeln" ist also eine weit verbreitete Praxis. Sicherlich noch weit verbreiteter, aber kaum durch Umfragen zu erfassen, ist das digitale Aufspüren anderer Menschen und deren Spuren im World Wide Web. Wie gut, dass man im Zweifelsfall bei Google den "Antrag auf Vergessen" stellen kann.

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