Vernetzte Mobilität

Auf der CeBIT 2016 geht es um Vernetzung. Wie die Mobilität durch intelligente Vernetzung profitiert, zeigen die Aussteller in Hannover an anschaulichen Demonstrationen und Präsentationen.


Auf der CeBIT 2016 geht es um Vernetzung. Wie die Mobilität durch intelligente Vernetzung profitiert, zeigen die Aussteller in Hannover an anschaulichen Demonstrationen und Präsentationen. "Schwarm-Intelligenz" ist das Schlüsselwort, an dem Swen Postels am Stand von Hewlett Packard Enterprise die intelligente Vernetzung sowie die Auswertung und Nutzung von Daten erklärt. Das vernetzte Auto zeichnet sich dadurch aus, dass es seine Daten mit anderen Verkehrsteilnehmern teilt. Dadurch werden Daten aus allen möglichen Sensoren erhoben. Diese werden wiederum auf universellen Plattformen aggregiert und schließlich ins Lebensumfeld der Verkehrsteilnehmer appliziert.

So wird aus den Daten des "Schwarms", wie von Reifen- und Regensensoren, eine akkurate Wetterkarte in Echtzeit. "Die Informationen in den richtigen Kontext setzen", nennt Swen Postels das. Fahrer, die in ein Regengebiet fahren, werden rechtzeitig vorgewarnt. Ähnlich können Fahrer über große Fahrzeugansammlungen informiert werden, bei Staus oder bei Großveranstaltungen. So können die Problembereiche rechtzeitig umfahren werden. Auf die gleiche Weise können Autofahrer gezielt zu Veranstaltungen gelotst werden. Noch ein Beispiel: Das Entertainment-System des Autos merkt sich die Lieblingsmusik der Fahrer. Der Schwarm erfährt aus der Cloud von einem Konzert der Lieblingsband und informiert den Fahrer. Die Informationen der "Schwarm Intelligenz" gelangen also gezielt zum Menschen.

Auf dem Stand der Deutschen Telekom präsentieren die Mitarbeiter die mögliche Zukunft des Autohandels. Angefangen beim Autohaus, in dem der Kunde per Bluetooth-Sender alle Informationen zu seinem Wunschauto aufrufen kann. Im Umkehrschluss erhalten die Händler direkte Rückmeldung, für welches Modell sich welcher Kunde interessiert. Hat der Kunde sein Auto bestellt, kann er sich per App stets über den Produktionsstatus seines Wagen informieren und sogar in verschiedene Prozesse eingreifen, etwa wenn es kurzfristig doch die hübscheren Felgen sein sollen. Gleichzeitig haben so natürlich auch die Produzenten neue Möglichkeiten für ein sogenanntes "Upselling".

Ist der Wagen dann endlich bei seinem neuen Besitzer, verbindet er sich per LTE-Highspeed-Internetverbindung in die Cloud. Dort werden dann wieder Verkehrs- und Sensordaten geteilt, ausgewertet und zielgerichtet verwertet. Letztlich werden die Daten auch genutzt, um künftige Produktionsprozesse zu optimieren. Die Daten erlauben es Forschern und Produzenten, realistische Simulationen zu starten und die Entwicklungen weiter voranzutreiben. An der Stelle schließt sich dann der wachsende Kreisverkehr der Vernetzung, der stets neue Ausfahrten hinzugewinnt.

Steve Schmit/cid

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