Europäische Cyborgs: Allgemeine Akzeptanz
Der Cyborg, die Mischung von Mensch und Maschine, macht seine ersten Schritte in unserer Gesellschaft. Kleine Schritte, die aber bereits für Aufsehen sorgen.
Der Cyborg, die Mischung von Mensch und Maschine, macht seine ersten Schritte in unserer Gesellschaft. Kleine Schritte, die aber bereits für Aufsehen sorgen. Biohacker implantieren sich Chips unter die Haut, die im Alltag nützliche oder witzige Funktionen erfüllen. Das Unternehmen für digitale Sicherheit Kaspersky Lab hat im Zuge dessen eine europaweite Studie durchgeführt, um herauszufinden, wie es um die Akzeptanz dieser aufkommenden Technik bestellt ist. Unter den Befragten war dabei die allgemeine Zustimmung im europäischen Durchschnitt hoch. 29 Prozent der Studienteilnehmer äußerten sich ablehnend gegenüber dem Biohacking-Trend. Die meisten Bedenken wurzeln in einer Angst vor Fehlfunktionen oder einem Kontrollverlust des eigenen Körpers.
51 Prozent der Befragten wären bereit, über einen implantierten Chip medizinische Belange zu verwalten. Die elektronische Krankenkarte unter der Haut stets dabei zu haben, könnte in medizinischen Notfällen immerhin von Vorteil sein. Ganz ähnlich wird bereits mit Hunden verfahren, die wichtige Informationen auf einem Chip unter dem Fell tragen. 46 Prozent der Befragten würden auch einen Schritt weiter gehen und über einen solchen Chip Notrufe absetzen. 35 Prozent würden ein Implantat als Ersatz für einen Reisepass einsetzen, also mit den wichtigsten persönlichen Informationen bestücken. Weitere praktische Anwendungsfelder sind unter anderem die persönliche Geräte-Authentifizierung, kontaktloses Bezahlen per NFC, oder das Öffnen und Schließen von Türen.
"In der Welt der Cyborgs gibt es aktuell auch keine Form der Regulierung oder Standardisierung. Diese Aspekte werden oft auch als Hindernis für Innovationen gesehen. Beim Thema Biohacking ist es aber essenziell, dass Cybersicherheit von Anfang an in die Chipimplantate und deren Entwicklung integriert wird", sagt Marco Preuss von Kaspersky Lab.


