Roboter aus dem Drucker
Mal eben einen Roboter am PC entwerfen und ihn dann in Einzelteilen im 3D-Drucker ausdrucken? Das ist bereits möglich, dank der gemeinsamen Arbeit von Forschern aus der Schweiz und den USA.
Mal eben einen Roboter am PC entwerfen und ihn dann in Einzelteilen im 3D-Drucker ausdrucken? Das ist bereits möglich, dank der gemeinsamen Arbeit von Forschern der ETH Zürich, von Disney Research Zurich und der Carnegie Mellon Universität. Ohne besondere Vorkenntnisse können Nutzer der gemeinsam entwickelten Software am Computer ihre Roboter gestalten.
Die Besonderheit daran: Die Software berechnet die Bewegungen der Kreationen nach physikalischen Gesetzen, sprich: sie können später laufen. "Unsere Software automatisiert genau diese schwierige Aufgabe durch Simulation und numerische Optimierung. Der Benutzer kann sich deshalb ganz auf den kreativen Teil des Entwurfs konzentrieren", sagt Bernhard Thomaszewski von Disney Research Zurich. Erst wird in der Anwendung ein Grundgerüst erstellt, das dann schrittweise ausgebaut wird. Um die Bewegungen der Roboter-Kreatur zu schaffen, können Nutzer Befehle wie "Vorwärts gehen" oder "links drehen" setzen. Diese werden dann in Steuersignale für die Motoren umgewandelt.
Sind die Baupläne abgeschlossen, werden die Einzelteile im 3D-Drucker hergestellt. Sie müssen dann zusammengesetzt und durch die elektronischen Teile wie Motoren ergänzt werden. Das Programm hat die gängigen Einzelkomponenten in einer Datenbank hinterlegt. Angehende Roboter-Designer müssen dann nur noch die genutzten Elektroantriebe auswählen um die passenden Verbindungsteile auszudrucken. Die meisten Kosten entstehen beim Druck, denn hochwertige Drucke sind teuer. Einen 3D-Drucker hat schließlich nicht jeder Zuhause stehen. Aber dafür bekommt man für sein Geld auch einen funktionierenden Roboter.


