Die ungeschützte Industrie
Knapp die Hälfte der deutschen Industrieunternehmen schützt sich durch Notfallpläne im Fall eines digitalen Angriffs.
Knapp die Hälfte der deutschen Industrieunternehmen schützt sich durch Notfallpläne im Fall eines digitalen Angriffs. Die gewichtigen Schlagworte lauten "digitale Wirtschaftsspionage" oder "Sabotage". Die Bedrohung wird in vielen Fällen erst dann ernst genommen, wenn es zu spät ist.
"Jedes Unternehmen braucht einen Notfallplan, um digitalen Angriffen schnell und angemessen begegnen zu können", sagt Bitkom-Sicherheitsexperte Cornelius Kopke. Dazu wurden bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom 504 Unternehmen des produzierenden Gewerbes ab 10 Mitarbeitern befragt.
Nur 43 Prozent der Unternehmen mit 10 bis 99 Mitarbeitern verfügen über einen Notfallplan, der das Vorgehen im Falle eines Cyberangriffs regelt. In der mittelständischen Industrie mit 100 bis 499 Mitarbeitern sind es 67 Prozent und ab einer Größe von 500 oder mehr Mitarbeitern 74 Prozent.
Zu einem akzeptablen Notfallmanagement gehören auch einfache Maßnahmen wie eine Liste mit wichtigen Ansprechpartnern oder grundlegende Übungen, um den Ernstfall zu proben. Weiterhin ist zu klären, in welchen Fällen externe Dienstleister notwendig sind, ob staatliche Stellen eingeschaltet werden sollen oder wie Mitarbeiter und die Öffentlichkeit informiert werden können, erklären die Bitkom-Experten. Leitfäden finden sich auf der Internetpräsenz des Bundesamts für Sicherheit.


