Die Ethernet-Nabelschnur

Herkömmliche Netzwerkkabel findet man in Deutschland in fast jedem Haushalt und Büro. Sie verbinden gewöhnlich Geräte mit einem Modem oder Router und somit mit dem Internet. Doch sie können mehr als das.


Herkömmliche Netzwerkkabel findet man in Deutschland in fast jedem Haushalt und Büro. Sie verbinden gewöhnlich Geräte mit einem Modem oder Router und somit mit dem Internet. Doch sie können mehr als das. Denn die praktischen Kabel können Geräte auch mit Strom versorgen, sodass kein zusätzlicher Stromanschluss gebraucht wird. Damit lässt sich zwar keine Klimaanlage speisen, wohl aber Kleingeräte. Power over Ethernet (PoE) heißt das Verfahren. PoE wird aktuell bei Überwachungskameras oder IP-Telefonen eingesetzt, die sowieso eine Netzwerkverbindung brauchen, und so gleichzeitig über Ethernet mit Strom versorgt werden. Auch kleine Info-Displays an Verkaufsregalen können darüber betrieben werden.

Damit das Ganze funktioniert, müssen die Endgeräte PoE-fähig sein. Dazu müssen sie dem IEEE-Standard (Institute of Electrical and Electronics Engineers) "802.3af" entsprechen. Die Versorgungsspannung beträgt 48 Volt, die maximale Leistungsabgabe 15,4 Watt. Über die Adern eines Netzwerkskabels wird dann der Strom geleitet - bis zu 100 Meter weit. Strom wird nur in der erforderlichen Leistung übertragen, wenn ein PoE-Gerät erkannt wird. Wird es abgeschaltet oder vom Netz getrennt, schaltet das Einspeisegerät die Versorgung automatisch ab.

Der Elektronikhändler Reichelt vertreibt den Signalverstärker "Extender/Repeater INT 560962", der die Reichweite von PoE erhöht. Jedes angeschlossene Gerät verlängert die Reichweite der Stromversorgung um 100 Meter, insgesamt können bis zu 4 Stück kombiniert werden. So kann die gesamte Reichweite auf 500 Meter aufgestockt werden.

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