Hotspots ja, aber bitte nur mit Einverständnis

Unitymedia plant, die Router seiner Kunden zu öffentlichen WLAN Hotspots zu machen. Wer das nicht möchte, muss als Kunde dagegen Einspruch erheben, ansonsten wird die Umstellung automatisch vorgenommen. Dagegen klagen jetzt Verbraucherschützer.


Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia plant, die Router seiner Kunden zu öffentlichen WLAN Hotspots zu machen. Diese wären dann für alle Unitymedia Kunden nutzbar, die auf diese Weise selbst einen Hotspot-Router besitzen. Wer das nicht möchte, muss als Kunde dagegen Einspruch erheben, ansonsten wird die Umstellung automatisch vorgenommen. Dagegen klagen jetzt Verbraucherschützer.

So meldet die Verbraucherzentrale NRW, gegen Unitymedia Klage beim Landgericht Köln einzureichen, nachdem sich der Betreiber nicht hatte von seinem Vorhaben abbringen lassen. Die Verbraucherschützer konnten bisher scheinbar erreichen, dass eine ursprüngliche Nutzungsklausel entfällt, nach der Kunden ihren Router nicht aus freien Stücken vom Netz trennen sollten. "Nach unserer Auffassung wird das bestehende Vertragsverhältnis mit Unitymedia dadurch unzulässig erweitert, weil der Router des Kunden automatisch in einen Hotspot umfunktioniert wird, wenn dieser nicht widerspricht", sagt Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW.

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