WLAN von Kunden für Kunden

Ab sofort können Unitymedia-Kunden auf eine massive Zahl von WLAN-Hotspots zugreifen. Als stillschweigende Gegenleistung stellen sie dafür den heimischen Router als Zugangspunkt zur Verfügung.


Ab sofort können Unitymedia-Kunden auf eine massive Zahl von WLAN-Hotspots zugreifen. Als stillschweigende Gegenleistung stellen sie dafür den heimischen Router als Zugangspunkt zur Verfügung. Die umstrittene Entscheidung des Kabelnetzbetreibers, die Zusatzfunktion auf den Routern ihrer Kunden freizuschalten, ohne bei diesen eine klare Zustimmung dafür einzuholen, hat Unitymedia ab sofort in die Tat umgesetzt. Wenn auch in abgeschwächter Form.

Für die Kunden bedeutet das keine Mehrkosten, und der Anbieter versichert, dass es auch keine Sicherheitsbedenken gibt. Denn um die Zugangspunkte zu nutzen, müssen Kunden ihre Geräte erst registrieren. Eine anonyme Nutzung findet also nicht statt. Zudem beteuert der Anbieter, dass die Router für die öffentliche Funktion ein separates Funksignal aussenden, abgetrennt vom heimisch genutzten Netz des jeweiligen Kunden. Die Geschwindigkeit der Zugänge ist auf 10 MBit/s Download- und 1 MBit/s Upload-Geschwindigkeit gedrosselt, dadurch sollten Kunden Zuhause keine merklichen Einbußen erleben. Bis Ende 2016 will Unitymedia 1,5 Millionen WLAN-Zugangspunkte unter der Bezeichnung "WifiSpots" bereitstellen.

Damit sich Nutzer in das breite WLAN-Netz einwählen können, muss der Service nun doch erst freigeschaltet werden - entgegen der ursprünglichen Pläne, dies automatisch zu aktivieren. Nach der Registrierung verbinden sich die angemeldeten Geräte automatisch mit verfügbaren Zugangspunkten. "Für unsere Kunden ist das breit zugängliche WLAN-Netz eine tolle Sache. Es gibt keine nervige Anmeldeprozedur und der Kunde muss nicht jedes Mal sein Passwort eingeben. Dabei schonen unsere Kunden die Daten-Kontingente ihres Mobilfunktarifs", so Christian Hindennach, Leiter des Privatkundengeschäfts bei Unitymedia.

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