Droht das Ende des klassischen Passworts?
Dass viele Menschen unsichere Passwörter benutzen, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Deswegen suchen Sicherheitsexperten nach einer Alternative, wie Anwender ihre Daten schützen können.
Dass viele Menschen unsichere Passwörter benutzen, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Deswegen suchen Sicherheitsexperten nach einer Alternative, wie Anwender ihre Daten schützen können. Neuere Smartphones bieten oftmals einen Fingerabdruck-Scanner an, der das Gerät per Fingerkuppe entsperren kann. Das soll aber nur der erste Schritt sein, die Menschheit vor unsicheren Passwörtern wie "12345" oder "passwort" zu bewahren. So sollen nicht nur die digitalen Bildersammlungen auf dem Heimrechner, sondern auch die Datenbanken in den Unternehmen vor fremdem Zugriff sicher sein.
"Biometrie" heißt das Zauberwort, mit dem Forscher das klassische Passwort in den Ruhestand schicken möchten. Jeder Benutzer wird nach seinem persönlichen Verhalten am Rechner vermessen. Damit sind individuelle Verhaltensmuster eines Menschen gemeint, wie die Tipp-Geschwindigkeit, Druckstärke beim Tippen, Stimme oder Maus-Bewegungen. Eine Kombination aus diesen und weiteren Werten sei kaum nachzuahmen und somit überaus sicher.
"Cybercrime, wie etwa das Eindringen in Accounts, betrifft jeden und bedeutet finanzielle Verluste, Kunden- und User-Schwund sowie Rufschäden. Um das versagende Passwort zu umgehen, müssen Konzerne zusätzliche Sicherheitstechnologien für Accounts hinzufügen, um User-Profile zu sichern", erklärt Ryan Disraeli vom Sicherheitsunternehmen TeleSign.
Wie das in der Praxis funktioniert, könnten Nutzer vielleicht schon bald erfahren, denn erste Interessenten wollen nach Angaben von TeleSign möglichst bald mit der Einführung der biometrischen Schutzmaßnahmen beginnen.


