Kein Kinderspiel: Werbefallen in Apps

Viele Spiele-Apps, die kostenlos verfügbar sind, finanzieren sich durch Werbung und In-App-Käufe. Vor allem Kinder lassen sich dazu verführen, auf die kostenpflichtigen Angebote einzugehen.


Viele Spiele-Apps, die kostenlos verfügbar sind, finanzieren sich durch Werbung und In-App-Käufe. Vor allem Kinder lassen sich dazu verführen, auf die kostenpflichtigen Angebote einzugehen. Das ist wenig verwunderlich, denn viele dieser Angebote sind darauf ausgelegt, das Belohnungszentrum im Hirn mit kleinen Häppchen zu füttern. Die Hälfte der 25 beliebtesten Spiele-Apps und alle Social-Media-Spiele beinhalten irgendeine Form von Werbung oder Product Placement, so lautet das ernüchternde Ergebnis einer Studie von Giuseppe Veltri von der University of Leicester.

"Die Studie hat den großen Einfluss von Marketing-Praktiken auf Kinder gezeigt und die Schwierigkeit, solche Effekte aus der Perspektive der Eltern zu handhaben", erklärt Veltri. Die Anreize, durch kleine Transaktionen mehr Level, Spielzeit oder zusätzliche Inhalte freizuschalten, sind schnell geschluckt. Das gilt zwar für alle Benutzer gleichermaßen, die Studie befindet aber Kinder für besonders anfällig, da ihnen auch das kritische Urteilsvermögen noch fehlt. Weiterhin berichtet Veltri, dass etwa Werbeanzeigen für Snacks, die bei den Apps eingeblendet werden, auch mit einem höheren Süßigkeiten-Konsum bei den Kindern einhergehen.

Zumindest für die In-App-Käufe gibt es für Eltern eine recht simple Lösung: Wenn mit dem Benutzerkonto des Kindes keine Zahlungsmöglichkeiten (wie Kreditkarte oder Paypal) verknüpft sind, sollten diese auch keine Transaktionen tätigen können.

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