Zocken für Olympisches Gold
Videospiele sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Ist der nächste Schritt eine olympische Disziplin am Computer?
Videospiele sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Ist der nächste Schritt eine olympische Disziplin am Computer? Zumindest viele Menschen haben sich bereits mit dieser Idee angefreundet. Schon jetzt geht es bei internationalen Videospielen um Gewinnsummen in Millionenhöhe. Essenzielle Faktoren wie Mannschaftsgeist, Taktik und hohe Reaktionszeiten fordern den Teilnehmer geistige Höchstleistungen ab.
23 Prozent der Deutschen Bundesbürger können sich vorstellen, dass Spieler zukünftig um olympische Medaillen zocken werden. Unter der Gruppe derer, die selbst regelmäßig spielen, sind es sogar 40 Prozent. Das ergibt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom im Vorfeld der Olympischen Spiele in Rio. "E-Sports hat sich in den vergangenen Jahren enorm professionalisiert", sagt Timm Lutter, Bitkom-Bereichsleiter für Consumer Electronics & Digital Media. "Mit dem vermehrten Einsatz von Technologien wie Virtual Reality Brillen und Bewegungssensoren steigen die Anforderungen an die motorischen und koordinativen Fähigkeiten der Spieler", so Lutter zur Tatsache, dass der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) E-Sports bislang nicht als offizielle Sportart anerkennt.
Sponsoren von E-Sports-Turnieren wissen schon jetzt die große Reichweite der Events zu schätzen. Es geht um hohe Preisgelder und die Spieler werden teilweise gefeiert wie Spieler der Fußball-Bundesliga. Und tatsächlich hat vor einiger Zeit der FC Schalke 04 seine Unterstützung für den E-Sport bekannt gegeben. Der erste Schritt vom analogen auf das digitale Spielfeld ist also bereits getan.


