Wenn Computer denken lernen

Das Internet wird täglich mit unzähligen Informationen geflutet. Zurück bleibt nicht immer ein fruchtbarer Boden, denn um diese Informationen nutzen zu können, müssen sie vorher ausgewertet werden.


Das Internet wird täglich mit unzähligen Informationen geflutet. Zurück bleibt nicht immer ein fruchtbarer Boden, denn um diese Informationen nutzen zu können, müssen sie vorher ausgewertet werden. Da diese Aufgabe von Menschenhand kaum zu meistern ist, sollen Computersysteme die Daten gezielt in nützliches Wissen umwandeln. So bringen Forscher an der Universität Osnabrück IBMs Künstlicher Intelligenz "Watson" bei, Tweets auszuwerten. Das sind Kurznachrichten, die Benutzer des Dienstes Twitter veröffentlichen. Diese Tweets enthalten sowohl praktische Informationen als auch Triviales aus dem individuellen Alltag. "Watson versteht den Inhalt von Nachrichten und geht damit weit über das Suchen von Schlüsselwörtern hinaus", erklären die Osnabrücker Kognitionswissenschaftler Gordon Pipa und Kai-Uwe Kühnberger.

Der Computer kann also dazu genutzt werden, gezielt Nachrichten auszuwerten und daraus einen Nutzen zu ziehen. Die Forscher möchten über die Auswertungen beispielsweise den Verlauf von Grippewellen vorhersagen. Das Verfahren des "Cognitive Computing" sortiert dabei verschiedene Aussagen: Ob ein Nutzer von einer Grippe-Impfung spricht oder bereits über Symptome klagt, kann so unterschieden werden. Diese kognitiven Berechnungen werden jetzt weiter ausgefeilt, damit sie später auch auf andere Gebiete übertragen werden können. "So werden Maschinen intelligent und können riesige Mengen Text automatisch lesen und verstehen, um uns auf die entsprechenden Quellen im Internet hinzuweisen, die Antworten auf unseren Fragen beinhalten", so Gordon Pipa.

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