Über Bing direkt in die Abo-Falle

Die Routenplanung über Google Maps ist kostenlos. Doch wer in der Suchmaschine Bing nach einem Routenplaner sucht und das erste Ergebnis 'Google Maps Routenplaner/maps-routenplaner-24.com' anklickt ist ganz schnell 500 Euro los. Die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt in diesem Zusammenhang vor Abzockern, die leichtfertige Internetnutzer in die Abo-Falle locken wollen.


Die Routenplanung über Google Maps ist kostenlos. Doch wer in der Suchmaschine Bing nach einem Routenplaner sucht und das erste Ergebnis "Google Maps Routenplaner/maps-routenplaner-24.com" anklickt ist ganz schnell 500 Euro los. Denn noch über den eigentlichen Suchergebnissen ist eine Werbeanzeige geschaltet, die auf die Seite maps-routenplaner-24.com verlinkt. Die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) warnt in diesem Zusammenhang vor Abzockern, die leichtfertige Internetnutzer in die Abo-Falle locken wollen. Die Anzeige erhält zusätzlich Seriosität dadurch, dass sie mit dem Namen des bekannten Online-Tools von Google hausieren geht.

Auf der betrügerischen Website müssen die Nutzer sich registrieren und einloggen, um eine Route planen zu lassen. Wer das aber tut, dem wird ein kostenpflichtiger Vertrag über 500 Euro für zwei Jahre untergeschoben. Das aber ist nach Einschätzung der VZB nicht rechtens: "Die gesetzliche Regelung für Einkäufe im Internet ist eindeutig: Für den Kunden muss unmissverständlich erkennbar sein, dass er mit seinem Klick zahlungspflichtig bestellt", sagt Michèle Scherer, Expertin für Digitales bei der VZB. Das geht zum Beispiel mit einem "Kaufen" oder "Zahlungspflichtig bestellen"-Button. "Es reicht nicht, die Kosten im Kleingedruckten zu verstecken, wie es diese Routenplaner machen."

Wer in die Routenplaner-Abofalle getappt ist, sollte sich von Rechnungen und Mahnungen nicht einschüchtern lassen. "Verbraucher sollten den geforderten Betrag keinesfalls zahlen und im Zweifelsfall die Beratung der Verbraucherzentrale in Anspruch nehmen", betont Scherer.

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