Pokémon Go benutzt Zahltag

Kaum ein Smartphone-Nutzer ist in den vergangenen Wochen an Pokémon Go vorbeigekommen. Der erste Smartphone-Ableger der weltbekannten 'Pocket Monsters' hat Millionen Menschen erreicht. Natürlich steckt in der Augmented Reality App ein gewaltiges Marktpotenzial.


Kaum ein Smartphone-Nutzer ist in den vergangenen Wochen an Pokémon Go von "The Pokémon Company" und "Niantic Labs" vorbeigekommen. Der erste Smartphone-Ableger der weltbekannten "Pocket Monsters" hat Millionen Menschen erreicht. Natürlich steckt in der Augmented Reality App ein gewaltiges Marktpotenzial.

Augmented Reality verbindet die reale Welt mit virtuellen Daten. Bei Pokémon Go bedeutet das: Die Standortdaten werden per GPS an den Spieleserver übermittelt, wie bei herkömmlicher Navigation. Statt Straßennamen und Restaurants oder Läden tauchen auf dem Bildschirm aber Pokémon, Arenen und sogenannte "Pokéstops" auf, mit denen die Spieler interagieren können. Hinzu kommen die beliebten In-App-Käufe, über die sich Spieler nützliche Spielgegenstände kaufen können.

Die Anwendung stößt auf rege Kritik. Datenschutz-Bedenken werden laut und ganze Straßen werden lahmgelegt, wenn sich Pokéstops und seltene Pokémon in der Nähe befinden. Es kam auch schon zu Unfällen und Überfällen, die im Zusammenhang mit der App stehen. Aber dennoch sprechen die Zahlen für sich. Die App ist beliebt: 7,7 Millionen Menschen in Deutschland haben sie heruntergeladen und installiert, das entspricht 11 Prozent der Gesamtbevölkerung. Davon spielen aktuell noch 7,1 Millionen Menschen das Spiel. Dies zeigt eine aktuelle Untersuchung der Marktforscher von YouGov.

Mehr als 1,6 Millionen deutsche Pokémon Go Nutzer haben seit der Markteinführung In-App-Käufe getätigt. Jeder Zweite von ihnen gibt dabei zwischen einem bis 20 Euro aus, jeder Vierte zwischen 20 und 60 Euro. Rund jeder Zehnte sogar über 100 Euro.

Nicht nur die Pokémon Go Macher profitieren stark vom ungebrochenen Eifer der Trainer (Spieler). Auch andere Unternehmen wissen die Beliebtheit zu schätzen und schreiben sich Pikachu und Co. auf die Fahne. So etwa der Fast-Food-Gigant Mc Donald's, der in Japan bereits seine Filialen zu exklusiven Arenen befördert hat. Das lockt hungrige und zahlungswillige Fans in die Restaurants.

"Nun müssen Marken, darunter Größen wie Harry Potter und Game of Thrones, ihre Augen für die Möglichkeiten öffnen, die sich ihnen durch Augmented Reality bieten", so Markus Braun, Head of Reports bei YouGov. Der durchschlagende Erfolg von Pokémon Go wird als Paradebeispiel gefeiert, wie Augmented Reality den Markt verändern kann.

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