Krankenhäuser als Cyber-Geisel

Hacker haben oft große Unternehmen im Visier, die als Opfer gewinnbringende Daten versprechen, die dann entweder weiterverkauft oder gegen Lösegeld wieder freigegeben werden. Aber auch Krankenhäuser werden häufiger Ziel von Cyber-Angriffen.


Hacker haben oft große Unternehmen im Visier, die als Opfer gewinnbringende Daten versprechen, die dann entweder weiterverkauft oder gegen Lösegeld wieder freigegeben werden. Aber auch Krankenhäuser werden häufiger Ziel von Cyber-Angriffen. "Noch schützen viele deutsche Krankenhäuser ihre Daten nicht ausreichend. Dabei besteht die Gefahr, dass Hacker gefährliche Schadsoftware in die IT-Systeme von Kliniken einschleusen", warnt Dr. Hartmut Mueller von Rochus Mummert Healthcare Consulting.

Krankenakten von Patienten, Persönliche Daten von Angestellten, Verträge und mehr sind oft nur schlecht vor fremdem Zugriff geschützt. Darüber hinaus kann eine Störung der IT schlimmstenfalls auch medizinische Geräte befallen und somit direkt die Gesundheit der Patienten gefährden. Krankenhäuser sind also verwundbar. Laut dem Beratungsunternehmen will daher aktuell etwa jedes zweite Krankenhaus seine Mitarbeiter schulen, damit sie auf dem Gebiet der IT fitter sind, um besser auf digitale Angriffe vorbereitet zu sein. Die Maßnahme ist auch zwingend erforderlich, um den Kriminellen nicht hilflos ausgeliefert zu sein. "Zumal die Bundesregierung die Betreiber von Krankenhäusern und anderen kritischen IT-Infrastrukturen mit dem im Juli 2015 in Kraft getretenen IT-Sicherheitsgesetz dazu verpflichtet, ein Mindestmaß an IT-Sicherheit zu garantieren", so Hartmut Mueller.

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