Zocken im Spiegel der Wissenschaft

Videospiele sind beliebt. Aber über die Industrie dahinter und ihre wirtschaftliche Bedeutung gibt es bisher wenig klare Zahlen. Eine groß angelegte Studie soll das jetzt ändern.


Videospiele sind beliebt. Aber über die Industrie dahinter und ihre wirtschaftliche Bedeutung gibt es bisher wenig klare Zahlen. Eine groß angelegte Studie soll das jetzt ändern und die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Games-Branche näher erfassen. Damit soll auch Deutschland als Standort klarer definiert werden.

Die "Studie zur Computer- und Videospielindustrie in Deutschland. Daten und Fakten zum deutschen Entwicklungs- und Vertriebsmarkt für digitale Spiele" wird von der Hamburg Media School durchgeführt und soll Anfang 2017 veröffentlicht werden. "Die Studie ist ein bedeutender Schritt: Erstmals wird die deutsche Games-Branche grundlegend analysiert, und zwar gemeinsam durch Politik und Wirtschaft", kommentiert Dr. Maximilian Schenk, Geschäftsführer des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU).

Die Studie will "belastbare Zahlen und fundierte Aussagen über die Branche" präsentieren, heißt es. Schon jetzt sind in der Branche der Videospiele zahlreiche neue Arbeitsplätze entstanden. Nicht nur auf Seiten von Produktion und Vertrieb (deutsche Studios und Publisher), auch Zeit-typische Phänomene wie Live-Streaming von Spielen, E-Sport-Turniere oder auch Blogger und Online-Magazine generieren hohen Umsatz, da die Gamer-Bevölkerung tendenziell zunimmt und die Vernetzung zwischen Produzenten und Konsumenten dank der heutigen Internet-Gesellschaft eng geschnürt ist.

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