Die Maschen der Cyberkriminellen

Gefahren aus dem Internet kommen meist in der Form von Hackern und Datendieben daher. Vor ihren Betrugsversuchen sind die wenigsten wirklich sicher.


Gefahren aus dem Internet kommen meist in der Form von Hackern und Datendieben daher. Vor ihren Betrugsversuchen sind die wenigsten wirklich sicher. Das zeigt auch ein aktuelles Sicherheits-Experiment des Internetschutz-Unternehmens "proofpoint". 1.700 Studenten nahmen daran teil. Sie gehören zur Gruppe der "digital natives". Menschen also, die mit Computern und dem Internet aufgewachsen sind und sich als solche einigermaßen sicher auseinandersetzen können. Das hat sich aber oftmals als Trugschluss herausgestellt.

Die Maschen von Cyberkriminellen sind vielschichtig. Es gibt plumpe und direkte Versuche, sich Zugriff auf fremde Rechner oder Geräte zu verschaffen. Aber es gibt immer mehr vorsichtige und clever inszenierte Methoden, einen Nutzer zum Beispiel zum Download einer Datei oder der Preisgabe seiner Nutzerdaten zu bewegen. Je geschickter die Täuschung, desto einfacher kann der Argwohn des Nutzers übergangen werden.

Gefälschte Anmeldeseiten von bekannten, gut besuchten Webseiten, E-Mails, die täuschend echt wirken und sich vielleicht nur in einem Zeichen vom Original-Absender unterscheiden, gut getarnte Links zu infizierten Webseiten. Die Gefahr surft immer mit. Wer einmal auf einen solchen Trick reinfällt, hat oft mit Schadsoftware zu kämpfen, die nur noch schwer vom Gerät zu entfernen ist. Einmal gekaperte Daten müssen schlimmstenfalls komplett gelöscht werden, bevor der Rechner wieder einsatzfähig gemacht werden kann.

Es mag sich mittlerweile etwas ausgelutscht anhören, aber der beste Schutz gegen fremden Zugriff ist immer ein gesunder und wachsamer Menschenverstand. Verlockende Angebote oder reißerische Überschriften niemals anklicken, wenn auch nur der Hauch von Zweifel besteht. Sicherheitszertifikate geben Ausschluss über besuchte Webseiten und Login-Seiten. Nutzer müssen wissen, dass kein Portal und kein Service, der als seriös gilt, per E-Mail nach einem Passwort fragen wird - unter keinen Umständen. Anhänge in E-Mails sollten immer die Alarmglocken läuten lassen und sollten immer vom Virenscanner abgesegnet werden. Ein besseres Verständnis für die Gefahren hilft immer und sorgt für mehr Sicherheit.

STARTSEITE