Netz-Entlastung auf Abruf

Die Mobilfunknetze sind schon ganz passabel ausgebaut, aber bei hoher Nutzung sind sie schnell überlastet. Das gilt auch für den mobilen Datenfunk, etwa, wenn viele Nutzer ein Sportereignis streamen wollen. Ein neuer Ansatz soll für Netz-Entlastung sorgen.


Die Mobilfunknetze sind schon ganz passabel ausgebaut, aber bei hoher Nutzung sind sie schnell überlastet. Das gilt auch für den mobilen Datenfunk, etwa, wenn viele Nutzer ein Sportereignis streamen wollen. Ein neuer Ansatz soll für Netz-Entlastung sorgen.

Das System "Tower Overlay für LTE-A+" (TOoL+) vom Institut für Nachrichtentechnik der TU Braunschweig macht sich die vorhandenen Sendemasten zunutze, die bislang Fernsehsignale übertragen. Neben dem DVB-T2-Signal können die Masten dann auch LTE-Handysignale funken. Bei hoher Nutzlast sollen diese sich dann bei Bedarf einfach zuschalten können, ohne dass die mobilen Zuschauer etwas davon merken.

"Im April 2015 haben wir TOoL+ erstmals erfolgreich in Feldversuchen vom Eiffelturm in Paris und im Aosta-Tal in Italien getestet. Heute können wir zeigen, wie es nahtlos in die bestehenden Mobilfunknetze integriert werden kann", sagt Prof. Ulrich Reimers, der "Vater" des TOoL+-Systems. Für einen breitgefächerten Einsatz dieses Systems müsste der aktuell genutzte LTE-Standard jedoch angepasst werden. Sollte es dazu kommen, könnten künftig alle gängigen LTE-Geräte (wie aktuelle Smartphones) vom zusätzlichen Signal profitieren.

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