Festnetz und Internet: Anbieterwechsel hilft sparen

Treue Kunden können bei Telekommunikations-Unternehmen nicht mit besonders günstigen Tarifen rechnen. Im Gegenteil. Nur wer bereit ist, regelmäßig den Telefon- und Internet-Anbieter zu wechseln, kann Geld sparen - denn die Konditionen für Neukunden sind meist deutlich attraktiver.


Treue Kunden können bei Telekommunikations-Unternehmen nicht mit besonders günstigen Tarifen rechnen. Im Gegenteil. Nur wer bereit ist, regelmäßig den Telefon- und Internet-Anbieter zu wechseln, kann Geld sparen - denn die Konditionen für Neukunden sind meist deutlich attraktiver. "Mehr als 30 oder 40 Euro im Monat sollte keiner für seinen Vertrag zahlen", heißt es beim Verbraucherportal Finanztip. Experten haben getestet, welcher Tarif sich für welchen Nutzertyp eignet - und wie ein Wechsel in vier Schritten klappt.

An erster Stelle steht der Verbindungs-Check: Welcher Zugang steht überhaupt zur Verfügung? Diese Frage beantwortet am besten der Vermieter oder Hausverwalter, üblich ist ein DSL- oder ein Kabelanschluss. Dann sollten sich Wechselwillige Gedanken über ihr Nutzerverhalten machen. "Bin ich nur manchmal im Internet, verschicke E-Mails und höre Musik oder streame ich täglich Filme? Das sind Fragen, die man sich stellen sollte", sagt Daniel Pöhler, Finanztip-Experte für Digitales. Familien, Wohngemeinschaften und Gamer zählen zu den Intensivnutzern, für sie empfiehlt sich ein Tarif mit einer Download-Geschwindigkeit von 50 Mbit/s oder mehr. Single- oder Paar-Haushalten mit durchschnittlicher Internetnutzung reichen meist 16 Mbit/s.

Im zweiten Schritt müssen die Kündigungsfristen des derzeitigen Vertrages nachgeschlagen werden. Ein bis zwei Monate vor Ablauf der Kündigungsfrist - also vier bis sechs Monate vor dem potenziellen Ende des Vertrages - sollten sich Verbraucher um den Anbieterwechsel kümmern. Dann geht's auf die Suche nach dem passenden Angebot. "Wer zwei unterschiedliche Anbieter für Festnetz und Internet hat, sollte eventuell mit beiden Verträgen zu einem Anbieter wechseln", rät Pöhler.

Im Test hat für Normalnutzer der DSL-Tarif "Internet & Phone DSL 16" von Vodafone gut abgeschnitten. Für Intensivnutzer raten die Experten zu "Internet & Phone DSL 50" von Vodafone oder zu "DSL 50" von 1&1. Mit dem Abschluss eines neuen Vertrags kann man den neuen Provider beauftragen, den alten Vertrag zu kündigen und den Anschluss zu portieren. Das gilt aber nur bei einem Wechsel von einem DSL-Anbieter zu einem anderen. Wer zu einem Kabelanbieter geht, muss selbst kündigen.

Vergünstigte Monatstarife und attraktive Prämien müssen nüchtern betrachtet werden: Meist gelten die niedrigen Raten nur wenige Monate. Und wird der Vertrag online abgeschlossen, sollten ihn die Verbraucher aufmerksam auf voreingestellte Zusatzangebote wie etwa "Sicherheitspakete" überprüfen. Diese können Extrakosten verursachen und lohnen sich meist nicht.

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