Lieblingsgeisel PC

Rund jedes zweite Unternehmen in Deutschland war in den vergangenen 12 Monaten von sogenannter 'Ransomware' betroffen. Sie sperrt den Zugriff auf infizierte Rechner und fordert zur Freigabe ein Lösegeld. Unternehmen haben dadurch oft hohe finanzielle Schäden.


Rund jedes zweite Unternehmen in Deutschland war in den vergangenen 12 Monaten von sogenannter "Ransomware" betroffen. Sie sperrt den Zugriff auf infizierte Rechner und fordert zur Freigabe ein Lösegeld. Unternehmen haben dadurch oft hohe finanzielle Schäden. Einige Unternehmen werden auch mehrfach zum Opfer.

Sicherheitsexperten von SentinelOne haben hierzu eine Studie in Auftrag gegeben, um das Ausmaß der Erpressungsangriffe auszuloten. 81 Prozent der Betroffenen berichteten, dass sich die Angreifer durch Phishing über E-Mail oder Social Media Zugang zum Netzwerk verschafft haben. Nach wie vor ist die Aufklärungslage der Mitarbeiter unzureichend. Es gilt das Prinzip des schwächsten Glieds. Es reicht, wenn nur ein Mitarbeiter auf eine gefälschte Nachricht hereinfällt.

Einerseits bewegt das viele Unternehmen dazu, ihre IT-Sicherheit zu verstärken. 67 Prozent der Betroffenen haben nach eigenen Angaben ihre Ausgaben für IT-Sicherheit nach einem Angriff erhöht. 22 Prozent der Befragten berichteten allerdings auch, dass leitende IT-Mitarbeiter nach wiederholten Ransomware-Angriffen entlassen wurden. Vier von zehn Sicherheitsfachleuten gaben zu, sich im Kampf gegen neue Formen von Ransomware überfordert zu fühlen. "Unsere Sicherheit hat einen Krisenpunkt erreicht. Jetzt liegt es an Kunden und Anbietern, Veränderungen anzustoßen", sagt Jeremiah Grossman, Chief of Security Strategy bei SentinelOne. "Was es jetzt dringend braucht, ist eine neue Generation von Sicherheits-Technologien, die sich dieser neuen Generation von Bedrohungen anpassen, sie identifizieren und stoppen kann."

STARTSEITE