Netz-Schädlinge machen keinen Winterurlaub
Smartphones sind ungebrochen beliebte Ziele von Cyber-Angriffen. Das am meisten verbreitete Betriebssystem Android sieht sich immer neuen Bedrohungen ausgesetzt.
Smartphones sind ungebrochen beliebte Ziele von Cyber-Angriffen. Das am meisten verbreitete Betriebssystem Android sieht sich immer neuen Bedrohungen ausgesetzt. Sicherheitsexperten des Unternehmens G Data warnen jetzt vor einem Schädling namens "Gooligan".
"Mit Gooligan infizierte Apps sind in der Lage, die Geräte ohne Nutzerinteraktion selbstständig zu rooten und die Schutzfunktionen des Betriebssystems zu umgehen", erklärt Tim Berghoff von G Data die Gefahr. Damit sind die infizierten Geräte sozusagen jedem frei zugänglich. "Die Angreifer gehen hier nicht gezielt gegen einzelne Anwendergruppen vor, sondern setzen auf eine massenhafte Verbreitung der Schädlinge", so der Experte. Es ist vergleichsweise leicht, Schädlinge auf Android Smartphones einzuschleusen, wenn die Nutzer unvorsichtig vorgehen.
Android erlaubt die Installation von Anwendungen von Drittanbietern. In diesem Fall verbreiten sich die "Gooligans" verborgen in Installationsdateien, die in Drittanbieter-Stores bezogen werden. Das können beispielsweise vermeintlich kostenlose Vollversionen von ansonsten kostenpflichtigen Apps sein. Wer darauf hereinfällt, holt sich mit der Attrappen-Software gleich den Schädling mit an Bord.
Nutzer müssen sich im Klaren darüber sein, dass es schlichtweg keine Alternativen gibt zu offiziell kostenpflichtigen Apps. Schon gar nicht in unzertifizierten App-Stores von Drittanwendern. "Verschärft wird das Problem durch die Update-Politik einzelner Gerätehersteller - die die Behebung von Sicherheitslücken verzögert", so Berghoff.


