Wenn soziale Medien soziale Depression auslösen
Über soziale Medien teilen Mitglieder Teile ihres Lebens mit anderen. Ein Nebeneffekt davon ist, dass sich Nutzer vergleichen und sich dann mancher vorkommt, als führe er ein scheinbar unspektakuläres Dasein. Auf die Spitze getrieben kann das zu Depressionen führen.
Über soziale Medien teilen Mitglieder Teile ihres Lebens mit anderen. Ein Nebeneffekt davon ist, dass sich Nutzer vergleichen und sich dann mancher vorkommt, als führe er ein scheinbar unspektakuläres Dasein. Auf die Spitze getrieben kann das zu Depressionen führen. Mit einer Facebook-Kampagne werden Nutzer gebeten, bei ihren Beiträgen vor allem auf Ehrlichkeit zu setzen.
Dass Menschen "social media"-Plattformen zur Selbstdarstellung nutzen, ist ja kein Geheimnis. Die Aktion #AwesomeMakesMeSick im Auftrag von Freunde fürs Leben e.V. wurde von Publicis Pixelpark entwickelt und ruft Nutzer dazu auf, nicht zu dick aufzutragen. "Mit der Kampagne #AwesomeMakesMeSick wollen wir die Menschen zum Nachdenken über die Folgen der einseitig positiven Selbstdarstellung in sozialen Medien bringen und dazu ermutigen, authentischer und offener über ihre Gefühle zu kommunizieren," erklärt Gerald Schömbs, Vorstand von Freunde fürs Leben e.V.
Die Medienkompetenz ist bei vielen Nutzern (egal welchen Alters) oft nicht ausreichend ausgeprägt. Deswegen werden Posts oft für bare Münze genommen oder falsch verstanden. Um das zu verdeutlichen, veröffentlichen die Organisatoren typische inszenierte Social-Media-Motive, die erst beim Scrollen zur Seite den gesamten Kontext des Bildes offenbaren. Das soll Nutzern dann klar machen, dass viele scheinbar glamouröse Schnappschüsse letztendlich nur gestellt sind.


