Unsoziale Smartphones

Smartphones helfen ihren Besitzern, sich untereinander zu vernetzen. Ironischerweise geschieht das aber oft auf Kosten des sozialen Beisammenseins.


Smartphones helfen ihren Besitzern, sich untereinander zu vernetzen. Ironischerweise geschieht das aber oft auf Kosten des sozialen Beisammenseins. Laut Direktversicherer Hannoversche nutzt quasi jeder unter 30-Jährige in Deutschland ein Smartphone und tritt dadurch seinen Mitmenschen bildlich gesehen gelegentlich auf die Füße. Nach den Ergebnissen einer repräsentativen Studie des Versicherers fühlt sich nämlich etwa die Hälfte der Befragten gestört, weil der Gesprächspartner immer wieder auf den kleinen Bildschirm starrt.

Der Smartphone-Nutzer selbst merkt oft nichts von seiner "Abhängigkeit". Gerade einmal acht Prozent der Befragten geben zu, sich durch die starke Bindung an das Mobilgerät unter Druck gesetzt zu fühlen. Immerhin 23 Prozent empfinden darin gelegentlich eine Störung. Die Nutzung wird größtenteils als vorteilhaft empfunden. Die ständige Erreichbarkeit erlaubt einen relativ nahtlosen Austausch. Dass man sich im persönlichen Gespräch nicht mehr ganz so viel zu erzählen hat, liegt dann einfach daran, dass man digital bereits alles gesagt hat.

STARTSEITE