Deutschland, deine Passwörter
Deutschland ist das Land der Dichter und Denker. Diese Kreativität erstreckt sich aber nicht auf die Wahl der Passwörter, denn hier zeigt sich abermals eine erschreckende Sicherheitslücke.
Deutschland ist das Land der Dichter und Denker. Diese Kreativität erstreckt sich aber nicht auf die Wahl der Passwörter, denn hier zeigt sich abermals eine erschreckende Sicherheitslücke. Inzwischen sind derart viele Datenlecks und gestohlene Datenbanken in den Weiten des Internets bekannt, dass Forscher daraus eine gruselige Auswertung erstellen konnten. Das Fazit einer Studie des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) zeigt: Das meist genutzte Passwort in deutscher Sprache lautet "hallo", gefolgt von geistigen Ergüssen wie "passwort", "arschloch" und "ficken".
Zur kleinen Entwarnung: Nicht alle Konten, die mit diesen Passwörtern versehen waren, müssen zwangsläufig sensible persönliche Daten enthalten. Trotzdem ist das Ergebnis beunruhigend. "Vielen Nutzern ist nicht bewusst, dass Kriminelle mit dem Handel gestohlener Identitäten sehr viel Geld verdienen und welcher Schaden ihnen entstehen kann", sagt HPI-Direktor und Mitautor der Studie Professor Christoph Meinel. Passwörter sollten möglichst komplex angelegt werden und regelmäßig geändert werden, um die Sicherheit zu erhöhen. Dazu gibt es zahlreiche kostenlose Passwort-Generatoren und auch Passwortmanager, die den Alltag erleichtern.
Die Forscher haben einen Dienst erstellt, über den Nutzer prüfen können, ob ihre Daten frei im Netz herumschweben: Unter https://sec.hpi.de/ilc kann die eigene E-Mail-Adresse eingetragen werden, wo sie mit geleakten Datenbanken abgeglichen wird.


