Onlineshops tun sich schwer mit Auskunftspflichten
Onlineshops gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Es gibt fast nichts, was man nicht in irgendeiner Form in den Weiten des World Wide Web kaufen kann. Allerdings hapert es immer noch stark an der Transparenz.
Onlineshops gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Es gibt fast nichts, was man nicht in irgendeiner Form in den Weiten des World Wide Web kaufen kann. Allerdings hapert es immer noch stark an der Transparenz. Die Prüforganisation Dekra hat jetzt t estweise Internetshops untersucht und versuchsweise Schaumstoffbälle aus Polyurethan (PU) gekauft.
Nach der europäischen Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) müssen Händler in der Lage sein, innerhalb von 45 Tagen auf Anfrage eine Auskunft über besonders besorgniserregende Stoffe (Substances of Very High Concern - SVHC) zu geben. Die Ergebnisse fielen ernüchternd aus, denn nur vier von zehn Shops konnten den Vorgaben entsprechen und reagierten auf die Anfragen der Testkäufer.
Um die Auskunftskapazitäten von Onlineshops zu verbessern, bietet die Dekra in Kooperation mit dem IT-Unternehmen "iPoint-systems" eine Datenbanklösung an. Die "Dekra SIM Datenbank" (Substances in Materials) listet rund 150 Materialien und Angaben dazu auf, welche SVHC im Material zu erwarten sind. Die verbesserte Transparenz nutzt letztlich nicht nur den Händlern, sondern auch den Endkunden.


