Sind Passwörter bald ein Ding der Vergangenheit?
Der Diebstahl von persönlichen Daten bis hin zur Identität ist heute eine reelle Gefahr. Die Risiken ließen sich minimieren, wenn die Netzgesellschaft sich von Passwörtern lösen könnte, meinen Experten.
Der Diebstahl von persönlichen Daten bis hin zur Identität ist heute eine reelle Gefahr. Die Risiken ließen sich minimieren, wenn die Netzgesellschaft sich von Passwörtern lösen könnte, meinen Experten. Die Fixierung auf die Kombination von Benutzernamen und Passwörtern ist nicht mehr zeitgemäß, kommentiert Oliver Dehning, Leiter der Kompetenzgruppe Sicherheit im eco - Verband der Internetwirtschaft e. V.
Die erweiterte Sicherheitsstufe durch die Zwei-Faktoren-Authentifizierung sei hier ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Hierbei müssen Nutzer noch einen speziell generierten Code eintippen, um sich anzumelden. An der Stelle lobt der Experte den neuen deutschen Personalausweis (eID), der eine sichere Identifikation im Netz ermöglichen soll. Das sei auch nötig, denn der Bedarf zur fälschungssicheren Anmeldung wächst stetig mit den neuen Möglichkeiten der Vernetzung, beispielsweise im Smart Home, aber auch im Auto. "Wenn beispielsweise Fahrzeuge untereinander kommunizieren, um sich gegenseitig vor Gefahren zu warnen oder über die Verkehrslage zu informieren, dann muss die Kommunikation zugleich vertrauenswürdig sein und extrem schnell ablaufen", sagt Christian Welzel vom Fraunhofer Institut FOKUS.
"Lösungen für digitale Identitäten müssen global gedacht werden und internationalen Standards und Kriterien genügen", erklärt Welzel. Die Experten schlagen vor, dass einheitliche Standards und Rahmenbedingungen eingeführt werden, die abgestimmte Vergleichskriterien für Authentisierungsverfahren ermöglichen. Auf die Weise sollen häufige Gefahrenquellen wie unsichere oder gestohlene Passwörter zu einem Problem der Vergangenheit werden.


