Im Netz der Mobber
Im Internet gibt es kein 'Vergessen' im eigentlichen Sinne. Umso unangenehmer ist es, wenn peinliche Inhalte oder Lügen über jemanden verbreitet werden. Doch eben dies ist das Tagwerk von Cyber-Mobbern - Menschen, die sich das Netz zunutze machen, um systematisch Andere zu schikanieren.
Im Internet gibt es kein "Vergessen" im eigentlichen Sinne. Umso unangenehmer ist es, wenn peinliche Inhalte oder Lügen über jemanden verbreitet werden. Doch eben dies ist das Tagwerk von Cyber-Mobbern - Menschen, die sich das Netz zunutze machen, um systematisch Andere zu schikanieren. 44 Prozent der Eltern von 10- bis 20-jährigen Kindern und jungen Erwachsenen fürchten sich davor, dass sie selbst oder ihre Kinder Opfer von Cyber-Mobbing werden könnten, so eine Studie von TNS Emnid im Auftrag der Computerhilfe der Deutschen Telekom.
Die Umfrage unter 1.000 Elternteilen zeigt, dass ein Viertel der Teilnehmer Personen im Freundes- oder Bekanntenkreis kennen, die bereits Opfer von Cyber-Mobbing geworden sind. In sieben Prozent der Fälle war das eigene Kind betroffen. Am häufigsten gehen Cyber-Mobber in sozialen Medien auf Beutefang - laut Umfrage nutzen 72 Prozent diesen Weg. 32 Prozent verkehren in Messenger-Diensten.
Positiv: Immerhin in 85 Prozent der Fälle haben die Betroffenen die Initiative ergriffen und sich gewehrt. "Eltern sollten ihre Kinder frühzeitig für die Gefahren im Internet sensibilisieren", rät Celina Kranich, Expertin bei der Computerhilfe Plus der Deutschen Telekom. "Entscheidend ist dabei, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und Interesse zu zeigen - auch an den digitalen Gewohnheiten. Dann lassen es Kinder eher zu, dass man zum Beispiel gemeinsam die Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook & Co überprüft und anpasst."


