Goldgrube "free to play"
Simple Mechaniken und kleine Belohnungen machen Spiele-Apps für ein großes Publikum sehr zugänglich. Dass die 'free to play'-Anwendungen kostenlos spielbar sind, macht sie umso attraktiver. Haben die Spieler erst einmal 'Blut geleckt', verdienen die Entwickler an den Premium-Inhalten, für die Kunden zur Kasse gebeten werden.
Simple Mechaniken und kleine Belohnungen machen Spiele-Apps für ein großes Publikum sehr zugänglich. Dass die "free to play"-Anwendungen kostenlos spielbar sind, macht sie umso attraktiver. Haben die Spieler erst einmal "Blut geleckt", verdienen die Entwickler an den Premium-Inhalten, für die Kunden zur Kasse gebeten werden. Spieler kaufen dann eine Spielwährung gegen echtes Geld, mit der zusätzliche Spielzeit, Level, Ausrüstung und mehr erkauft werden kann.
Nichts davon ist für den grundlegenden Spielspaß erforderlich. Trotzdem bauen Nutzer schnell eine Bindung zum Spiel auf und möchten durch den Zusatz-Inhalt ihr Erlebnis vertiefen. Da fallen ein paar Cent- oder Euro-Beträge vermeintlich nicht ins Gewicht, aber auf Dauer sammeln sich beträchtliche Beträge an, die letztlich den Umsatz der Entwickler garantieren.
Das ist an sich auch völlig in Ordnung, es sei denn, Spieler bringen sich durch suchtartiges Verhalten in finanzielle Not. "Unterm Strich animieren Spielemacher die Nutzer äußerst geschickt, den kostenlosen Sektor zu verlassen und den Spieleverlauf durch den Zukauf von vielerlei Elementen voranzutreiben", bemängelt die Verbraucherzentrale NRW das "free to play"-Modell.
Die Verbraucherschützer raten Eltern daher, auf Smartphones und Tablet, die von ihren Kindern (mit-)benutzt werden, entsprechende Vorsichtsmaßnahmen einzustellen, um mögliche Kostenfallen zu umschiffen. Der Zugang zu den App-Stores sollte passwortgeschützt sein und Zahlungsoptionen sollten nicht auf dem Gerät gespeichert sein. Ein weiterführender Leitfaden für Eltern bietet die Verbraucherzentrale NRW unter www.verbraucherzentrale.nrw/freetoplay an.


