Streaming und das Recht

Lange Zeit galt das illegale Streamen von Filmen und Serien im Internet als eine rechtliche Grauzone. Vor allem das Teilen von Inhalten wurde hart verfolgt. Jetzt sorgt ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Klarheit.


Lange Zeit galt das illegale Streamen von Filmen und Serien im Internet als eine rechtliche Grauzone. Vor allem das Teilen von Inhalten wurde hart verfolgt. Jetzt sorgt ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Klarheit. Nach dem aktuellen Urteil (Az. C-527/17) soll das Streamen von unzulässigen Quellen als Verstoß gegen das Urheberrecht geahndet werden.

"Es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis Nutzer illegaler Angebote mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen", sagt Tatjana Halm, Juristin bei der Verbraucherzentrale Bayern. "Wir gehen davon aus, dass abmahnende Kanzleien in naher Zukunft über eine Software verfügen werden, mit der sie Anschlussinhaber ermitteln können."

Die Expertin rät Nutzern dazu, keine zweifelhaften Quellen mehr zum Streamen zu nutzen. Stattdessen verweist sie auf die kostenpflichtigen Angebote, bei denen die Lizenzen klar geregelt sind. Wer von einer Abmahnung betroffen ist, kann sich an die Online-Beratung der Verbraucherzentralen wenden.

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