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wid Groß-Gerau - In der Ruhe liegt die Kraft. Es gibt aber auch einige Dinge zu beachten, bevor man die Angelleine auswerfen darf. pixabay.com

Diese Haken sollten Hobby-Angler kennen

Angeln klingt nicht gerade spannend oder besonders sexy. Dennoch werfen hierzulande immer mehr Menschen die Leine aus. Laut aktuellen Zahlen gehen etwa eine Million Menschen in Deutschland häufiger in der Freizeit angeln oder fischen. Der Haken an der Sache: Es gibt einige Dinge zu beachten, bevor man die Angelleine auswerfen kann.


Angeln klingt nicht gerade spannend oder besonders sexy. Dennoch werfen hierzulande immer mehr Menschen die Leine aus. Laut aktuellen Zahlen gehen etwa eine Million Menschen in Deutschland häufiger in der Freizeit angeln oder fischen.

Das so beruhigend wirkende Hobby hat sogar einen eigenen Gedenktag, den Geh-Angeln-Tag. Er findet jedes Jahr am 18. Juni statt. An diesem Tag wird dazu aufgerufen, mal wieder die Schnur auszuwerfen. Der Haken an der Sache: Es gibt einige Dinge zu beachten, bevor man die Angelleine auswerfen darf.

Wichtig: Um legal zu fischen, muss man zunächst einen Fischereischein erwerben - auch geläufig unter dem Namen "Angelschein". Um ihn zu bekommen, muss man eine Prüfung ablegen. Das geht je nach Gemeinde beim Landesfischereiverband oder der Fischereibehörde. Lediglich in einigen wenigen Bundesländern - wie zum Beispiel in Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern - können Urlauber für einen bestimmten Zeitraum ohne vorherige Prüfung angeln. Die befristete Erlaubnis kann in der Regel beim zuständigen Ordnungsamt eingeholt werden.

Neben einer Bearbeitungsgebühr für das Ausstellen des Angelscheins fallen Kosten für den Vorbereitungskurs und die Prüfung an - je nach Bundesland und Gemeinde müssen Angler mit 150 bis 300 Euro rechnen. Hinzu kommt die sogenannte Fischereiabgabe. Die zahlt man entweder für eine Dauer von fünf Jahren, dann sind etwa 40 Euro fällig sowie für jede Verlängerung erneut die Bearbeitungsgebühr. Oder man beantragt die Fischereiabgabe auf Lebenszeit. Diese Kosten sind abhängig von der Gemeinde und dem Alter des Antragstellers.

ARAG-Experten raten dazu, vor der Fischerprüfung einen Vorbereitungskurs zu absolvieren. Die theoretische Fischerprüfung beinhaltet nämlich eine ganze Reihe von Fragen - von der Fisch- und Gewässerkunde über Angelmethoden bis hin zur Behandlung gefangener Fische und den geltenden Rechtsvorschriften. Solche Vorbereitungskurse bieten viele Fischereiverbände und Angelvereine an.

Bevor man die Angelrute endlich auswerfen kann, benötigt man zusätzlich eine Fischereierlaubnis oder auch Angelkarte. Die bekommt der Hobby-Angler vom Besitzer oder Pächter des Gewässers oder im Angel-Laden. Der Preis variiert je nach Bundesland und Fischbestand des jeweiligen Gewässers, liegt bei einer Tageskarte aber in der Regel zwischen zehn und 20 Euro.

Wer im privaten Teich illegal angelt, riskiert eine Anzeige wegen Diebstahls. Die Geldstrafen liegen zwischen 120 Euro und 1.000 Euro, im Wiederholungsfalle auch sehr viel höher.

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