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mp Groß-Gerau - Fruchtsaft lässt den Blutzucker rasch wieder steigen. Petra Bork / pixelio.de

Schnelle Hilfe bei Unterzucker

Es geht oft blitzschnell: Vor allem Diabetiker, die Insulin spritzen oder Tabletten mit Sulfonylharnstoff nehmen, können in eine Unterzuckerung geraten. Häufige Warnsymptome sind Zittern, Schweißausbrüche, Herzrasen und Heißhunger.


Es geht oft blitzschnell: Vor allem Diabetiker, die Insulin spritzen oder Tabletten mit Sulfonylharnstoff nehmen, können in eine Unterzuckerung geraten. Häufige Warnsymptome sind Zittern, Schweißausbrüche, Herzrasen und Heißhunger.

Wie darauf reagieren? Grundsätzlich sollten Kohlenhydrate, die schnell ins Blut gehen, immer griffbereit sein, auch nachts und unterwegs, so Apotheker Hans Peter Dethlefs aus Oldenburg im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber".

Bei den ersten Anzeichen von Unterzuckerung (Hypoglykämie) nehmen Betroffene dann sofort ein bis zwei Brot- oder Kohlenhydrateinheiten zu sich, etwa zwei bis vier Traubenzucker-Täfelchen. Weil sich die Täfelchen mit zitternden Händen nicht so einfach auspacken lassen, kann man auch Flüssigzucker aus Tube oder Beutel verwenden - damit geht's schneller.

"Schokoriegel eignen sich nur, wenn nichts anderes verfügbar ist", so Dethlefs. "Denn das enthaltene Fett verzögert die Aufnahme von Zucker aus dem Darm ins Blut."
Auch Fruchtsaft, Cola oder Limo mit Zucker (ein Glas, etwa 200 Milliliter) und Gummibärchen (etwa 16 Stück) lassen den Blutzucker wieder rasch steigen. Vorteil von Traubenzucker-Täfelchen, Tube & Co: Auf der Verpackung steht, wie viele Brot- oder Kohlenhydrateinheiten enthalten sind. Auf diese Weise wissen Betroffene genau, welche Mengen sie zu sich nehmen.

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