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mp Groß-Gerau - Gefährlicher Zeitvertreib: Online-Glücksspiele können süchtig machen. pixabay.com

Online-Glücksspiel: Hilfe für Süchtige

In Deutschland sind laut aktuellen Studien rund 430.000 Menschen von einem problematischen Glücksspielverhalten oder einer Glücksspielsucht betroffen. Junge männliche Erwachsene bis 25 Jahre sowie mit Migrationshintergrund oder einem eher niedrigen Einkommen gehören dabei zu den Risikogruppen.


In Deutschland sind laut aktuellen Studien rund 430.000 Menschen von einem problematischen Glücksspielverhalten oder einer Glücksspielsucht betroffen. Junge männliche Erwachsene bis 25 Jahre sowie mit Migrationshintergrund oder einem eher niedrigen Einkommen gehören dabei zu den Risikogruppen. Entsprechend alarmiert sind Experten, dass am 1. Juli 2021 der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft tritt: Künftig können bundesweit Lizenzen für Online-Glücksspiele vergeben werden.

Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Leiter der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): "Online-Glücksspiel ist - im Vergleich zu anderen Glücksspielarten - mit einem erhöhten Suchtrisiko verbunden. Das erhöhte Suchtrisiko ist dadurch bedingt, dass rund um die Uhr immer und überall gespielt werden kann." Laut Studien zeige nahezu jeder fünfte Spielende von Online-Casinospielen ein problematisches oder abhängiges Spielverhalten. Um dieser Suchtgefahr vorzubeugen, habe die Behörde qualitätsgesicherte Angebote entwickelt.

Etwa in Form des "Check dein Spiel"-Präventionsprogramms, das unter www.check-dein-spiel.de Infos und ein Beratungsangebot zum Thema Glücksspiel bietet, um Menschen für die damit verbundenen Risiken zu sensibilisieren und der Entstehung einer Glücksspielsucht vorzubeugen.

Pathologisches Glücksspiel ist offiziell als Krankheit anerkannt. Kennzeichnend ist beispielsweise, dass Betroffene mit Glücksspielen vor Problemen oder anderen negativen Emotionen zu fliehen versuchen. Um ihren "Kick" zu bekommen, setzen sie immer wieder mehr Geld ein, als ihnen zur Verfügung steht und jagen dann den Verlusten panisch hinterher.

Häufig wird erfolglos versucht, das Spielverhalten zu kontrollieren, was meist zu starker Unruhe und Gereiztheit führt. Darüber hinaus versuchen Betroffene oft, ihre Probleme vor Familie und Freunden zu verheimlichen. Beziehungen oder der Arbeitsplatz werden gefährdet oder gehen im schlimmsten Fall verloren, so die BZgA.

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