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mp Groß-Gerau - Für eine Handvoll Medikamente: Vor der Einnahme sollten Patienten aber immer den Beipackzettel wegen möglicher Nebenwirkungen ganz genau lesen. pixabay.com

Die Mängel der Medikamente

Medikamente erleichtern vielen Patienten das Leben. Doch nicht immer läuft alles glatt. Nebenwirkungen und sonstige Mängel sorgen für Ärger und negative Schlagzeilen. Deshalb sind die Rückmeldungen aus den Apotheken bei diesem Thema besonders wichtig.


Medikamente erleichtern vielen Patienten das Leben. Doch nicht immer läuft alles glatt. Nebenwirkungen und sonstige Mängel sorgen für Ärger und negative Schlagzeilen. Deshalb sind die Rückmeldungen aus den Apotheken bei diesem Thema besonders wichtig.

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) erhielt im Jahr 2020 rund 8.700 sogenannte "Spontanberichte" aus etwa 4.600 Apotheken. 97 Prozent dieser Berichte betrafen Arzneimittel.

"Die Apotheken leisteten einen bedeutsamen Beitrag zur Erhöhung der Arzneimittelsicherheit und damit für die Patientensicherheit, auch unter den einschneidenden Bedingungen der Pandemie," sagte Prof. Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der AMK.

Zu den Qualitätsmängeln bei Arzneimitteln gingen mehr als 6.300 Verdachtsmeldungen ein, vor allem Verpackungsfehler, galenische Mängel und mechanische Defekte. Von den insgesamt 2.371 Berichten zu Arzneimittelnebenwirkungen wiesen rund 800 aufgrund ihrer Klassifikation der Art oder Schwere eine Eilbedürftigkeit zur Weiterleitung an die zuständige Bundesoberbehörde auf.

Insgesamt machten die Nebenwirkungsmeldungen rund 27 Prozent aller Berichte an die AMK aus. Etwa sechs Prozent der Nebenwirkungsmeldungen wurden im Zusammenhang mit einer Arzneimittelsubstitution gemeldet, also dem Austausch des verordneten Arzneimittels zum Beispiel durch ein Rabattarzneimittel der entsprechenden Krankenkasse.

Hintergrund: Die AMK nimmt nicht nur Meldungen aus Apotheken entgegen, sondern informiert diese zudem über Arzneimittelrisiken und Maßnahmen zur Risikoabwehr.

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